Schlosskonzerte Kirchberg an der Jagst

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Programm Schlosskonzert am 20. September 2020 17.oo Uhr Gideon Klein (1919-1945) Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello (1944) Allegro spiccato Lento (Variation über ein mährisches Volkslied) Molto vivace Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) Trio für Violine, Viola und Violoncello (1944) Sostenuto molto Adagio Allegro molto, ma non troppo - - - Pause - - - Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Divertimento in Es-Dur KV 563 für Violine, Viola und Violoncello Allegro Adagio Menuetto. Allegretto – Trio Andante Menuetto. Allegretto – Trio I/II Allegro (Änderungen vorbehalten)
20. September 2020 17.oo Uhr im Rittersaal Schloss Kirchberg „Wendepunkte“ TRIO D‘IROISE Sophie Pantzier, Violine François Lefèvre, Viola Caspar Wedell, Violoncello Werke von Gideon Klein, Bernd Alois Zimmermann und Wolfgang Amadeus Mozart
Foto: Corinna Leonbacher
Klein schreibt 1944 sein letztes Werk im Konzentrationslager. Im gleichen Jahr komponierte Zimmermann nach der Rückkehr von der Front sein erstes Werk. Die Musik Kleins im KZ hat viel Helles und Leichtes, während die des Heimkehrers Zimmermann dunkel, bedrohlich und verzweifelt klingt. Mozart schrieb sein Divertimento auf dem Höhepunkt seiner Karriere, ließ es jedoch keine Unterhaltungs-musik werden, sondern entfaltete Emotionen, nachdenkliche Kunst und tänzerische Heiterkeit. Das deutsch-französische Trio d'Iroise kam 2018 schon nach wenigen Probenmonaten in das Finale des Deutschen Musikwettbewerbes mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler.
Foto: Markus Amon
3. Oktober 2020 17:oo Uhr Tag der Deutschen Einheit in der Evangelischen Stadtkirche Kirchberg „HORIZONS - Der Geist weht, wo er will“ SINGER PUR Claudia Reinhard, Sopran Christian Meister, Tenor Markus Zapp, Tenor Manuel Warwitz, Tenor Jakob Steiner, Bariton Marcus Schmidl, Bass Geisterfüllte Vokalmusik aus verschiedenen Kulturen
„Geist“ erfahren ist für jeden Menschen anders und ähnlich zugleich. Geist lässt sich nicht einfangen, er weht, wo er will. Geistvolles aus verschiedenen Weltreligionen, Regionen und Kulturen. Salomone Rossi vertonte hebräische Psalmen im Italien der Renaissance. Der Brite Ivan Moody lässt sich inspirieren durch orthodoxe Tradition und repräsentiert die Dreieinigkeit durch Zusammenbringen mittelalterlich deutscher, griechischer und kirchenslawischer Elemente. Palestrina vertonte die altjüdischen Lamentationen für die katholische Kirche. Dazu kommen Komponisten aus der islamischen Tradition und aus Israel, China, Afrika und Indien.
Das Ensemble wurde aufgrund seiner unermüdlichen internationalen Tätigkeit als musikalischer Botschafter der Stadt Regensburg mit der wichtigsten Kulturauszeichnung seiner Heimat geehrt dem Kulturpreis der Stadt Regensburg 2008. Zudem wurde das Ensemble mit dem „Bayerischen Staatspreis 2013“, dem „Fritz-Goller-Preis“ und dem von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgerufenen „Friedrich-Baur- Preis“ ausgezeichnet. Seit 2015 trägt Singer Pur den vom Chorverband European Choral Association - Europa Cantat verliehenen Titel „Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik“. Seit 2007 engagiert sich Singer Pur auch in der Heranführung von Kindern zur „klassischen” Musik an Schulen, insbesondere mit dem Projekt Rhapsody in School. Seit 20 Jahren nehmen zahllose Chöre und Vokalensembles an regelmäßigen Singer Pur-Workshops teil. Am 8. März 2017 feierte Singer Pur mit dem ehemaligen Hilliard Ensemble und seinen größten Freunden und Wegbegleitern auf der Bühne des Prinzregententheaters in München sein auf den Tag genaues 25-jähriges Bühnenjubiläum. Viele aufregende Konzerte in Festivals wie Rheingau Musikfestival, Europäische Wochen Passau oder Musiksommer Rheinland Pfalz begleiteten Singer Pur im Jubiläumsjahr sowie spannende Singer Pur-Workshops in der Musikhochschule Düsseldorf und der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz. 2018 folgte Singer Pur der Einladung von Kent Nagano in die Elbphilharmonie Hamburg und unternahm intensive Reisen unter anderem nach Asien und in viele weitere europäische Länder wie Kroatien, Slowenien, Schweiz, Spanien, Tschechien, Italien und Luxemburg. Im Jahr 2019 hat Singer Pur erstmalig die renommierten Stimmwercktage nahe der Heimatstadt Regensburg als die Singer Pur Tage weitergeführt, ein Festival auf dem Lande, das sich der Pflege der Renaissance-Musik verschrieben hat.
Seit seinem Debütkonzert im März 1992 hat sich Singer Pur in der ursprünglichen Besetzung fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin zu einer der international führenden A-cappella-Formationen entwickelt. 1994 gewann das Sextett den 1. Preis des „Deutschen Musikwettbewerbs” in Bonn, ein Jahr später wurde es in Finnland mit dem begehrten „Grand Prix für Vokalmusik” beim Internationalen „Tampere-Musikfestival” ausgezeichnet. Regelmäßige Auftritte im Rahmen renommierter Konzertreihen und Festivals bestätigen den hervorragenden Ruf des erfahrenen Ensembles. Konzerttourneen führten das Sextett bereits in beinahe 60 Länder, wie fast ganz Europa, die USA, nach Kanada, Afrika, China sowie Zentral- und Südostasien. Der breiten Öffentlichkeit wurde Singer Pur auch durch seine Rundfunk- und Fernsehproduktionen bekannt, u. a. mit einem Auftritt in der ZDF-Fernsehshow „Achtung! Klassik!”, in der Klassik Talkshow mit Daniel Hope und in weiteren ARTE- Produktionen. Mit dem weltbekannten britischen „Hilliard Ensemble” verband die Gruppe eine enge musikalische und freundschaftliche Zusammenarbeit. Das gemeinsame Projekt „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur” (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregte mit 30 gemeinsamen Konzerten beim Publikum großes Aufsehen. Regelmäßig erscheinende CD-Einspielungen, allein bei OehmsClassics sind seit 2004 schon 15 CD-Produktionen veröffentlicht worden, dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires, das einer Zeitreise durch die Epochen der Musikgeschichte gleicht. Von den 25 zurzeit im Handel erhältlichen Tonträgern sind schon zwei Renaissance- Einspielungen von der französischen Fachzeitschrift „Le Monde de la Musique” als die beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet worden. Den "renommiertesten Klassikpreis der Welt", den ECHO Klassik erhielt das Ensemble drei Mal: für die Einspielung zeitgenössischer Kompositionen, die ausschließlich für Singer Pur entstanden sind (2005), zum anderen für die Produktion mit neu arrangierten deutschen Volksliedern (2007) sowie für "Jeremiah" zusammen mit dem Klarinettisten David Orlowsky (2011). 2013 wurde Singer Pur der Caeciliaprijs (Belgien) verliehen.