Schlosskonzerte Kirchberg an der Jagst

Home Geschichte 50 Jahre Schlosskonzerte Programm 2018 Nächstes Konzert Rückspiegel Karten/Abonnement Impressum
50 Jahre Schlosskonzerte
Regelmäßige sonntägliche Hofkonzerte gab es in  Kirchberg bereits im 18. Jahrhundert. Fürst Christian  Friedrich Carl zu Hohenlohe-Kirchberg (1729-1819)  übernahm 1767 die Regierung und baute mit  bescheidenen finanziellen Mitteln eine Hofmusik auf. Er  hatte die Ensembles am Wiener Kaiserhof, in der  Münchner Residenz der Kurfürsten von Bayern und am  württembergerischen Hof in Stuttgart und Ludwigsburg  in seiner Reisezeit als Erbprinz kennengelernt. Es  fanden sonntags regelmäßig Hofkonzerte statt, die auch  für die Kirchberger Bevölkerung zugänglich waren. Auch  die Kirchenmusik wurde gepflegt mit Passionsmusiken  am Palmsonntag als Höhepunkt.  Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Kirchberg  zunächst privat initiierte Konzerte im Schloss,  vorwiegend Liederabende und Kammermusik. Daneben  kamen auch Oratorien wie “Die Schöpfung” von Haydn  (1955) und Händels “Messias” zu Aufführung. Triebkraft  waren die Kirchberger Schulleiterin und begnadete  Sopranistin Irma Bruns und das “Vollsbildungswerk”,  damals geleitet vom Schriftsteller und späteren  Kirchberger Ehrenbürger Harro Schaeff-Scheefen.   Im Frühjahr 1967 übernahm die Konzertdirektion W.  Alber die Organisation der “Schlosskonzerte Kirchberg”,  die sich bereits eines guten Rufes erfreuten und damals  in der Region außergewöhnlich waren. Die Stadt 
Kirchberg unterstützte die Konzertreihe mit einer  Ausfallbürgschaft, so dass am 30. September 1967 die  erste Abonnementsaison begonnen werden konnte.  Schon bald hatte sich ein verlässlicher  Abonnentenstamm gefunden und es kamen Besucher  aus der Region (in den ersten Jahren auch mit eigens  eingerichteten Buslinien), aber auch überregional aus  dem Nürnberger, Ulmer und Heilbronner Raum.   Der Konzertdirektion Alber gelang es in den 70er und  80er Jahren renommierte  Künstler zu verpflichten wie  die Sängerinnen u. Sänger Gloria Davy, Anneliese  Rothenberger, Hermann Prey, Josef Traxl und  Instrumentalisten wie den Cellisten Heinrich Schiff, den  Blockflötenvirtuosen Frans Brüggen, den Pianisten  Christian Zacharias oder das Cleveland Streichquartett.   1987 brachten organisatorische Schwierigkeiten (die  Konzertagentur Alber verwaltete nach ihrem Umzug von  München aus die Konzerte), wachsende  Konkurrenzangebote in der Umgebung und rückläufige  Besucherzahlen die Konzertreihe in eine Krise. Alber  reagierte mit Unterstützung des Stadtrates mit einem  neuen, auf drei Jahre angelegten Konzept: Verpflichtung  großer Stars, überregionale Werbung, Verdopplung der  Eintrittspreise. Der Versuch scheiterte bereits im zweiten  Jahr. Alber zog mitten in der Konzertsaison  überraschend seine Mitarbeit zurück. 
Ab 1989 wurde die Konzerte vom ehrenamtlich tätigen  “Arbeitskreis Schlosskonzerte” des Museums- und  Kulturvereins Kirchberg organisiert. Die Leitung hatte  Eberhard Zanzinger, später Herbert Kastner. Ziel war  es, weiterhin zu erschwinglichen Preisen  einem breiten  Publikum attraktive Konzerte zu bieten.  Seit 1989 ist die Stadt Kirchberg Mitglied im  Veranstaltungsring “Bundesauswahl Konzerte junger  Künstler”. Diese Einrichtung des Deutschen Musikrates  vermittelt und fördert Konzerte von Preisträgern und  Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbes.  Dadurch gelang es, junge Künstler in Kirchberg zu  engagieren, die oft wenige Jahre später zur Spitze der  Musikszene gehörten, wie z.B. das Klavierduo  Grau/Schumacher oder das Vokalensemble Singer Pur.  Eine weitere Bereicherung ist die Zusammenarbeit mit  dem seit 1987 bestehenden Festival “Hohenloher  Kultursommer”. Seit 1989 findet eines der Konzerte  dieses Veranstalters im Rittersaal statt und ist Teil des  Abonnements der Kirchberger Schlosskonzerte.   Einen wichtigen finanziellen Beitrag zum Budget der  Konzerte leisten seit Jahren die Stadt Kirchberg und die  Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim. Neuerdings  unterstützt uns auch sehr großzügig die VR Bank  Schwäbisch Hall-Crailsheim. 
Das Team des Arbeitskreises Schlosskonzerte mit  Herbert Kastner (Leitung), Grete und Dietrich Gonser,  Ulrich Heberle, Martin Schimpf beendet 2016 seine  langjährige und überaus erfolgreiche Arbeit. Ihnen war  es gelungen, zahlreiche Stars in Kirchberg auf die  Bühne zu bringen: den Klezmerklarinettisten Giora  Feidman mit Ensemble, das Pianistenduo Andreas Grau  und Götz Schumacher,  das Calmus-Ensemble, das  (Neue) Leipziger Bläserquintett, das Vokalensemble  Amarcord, das Fauré-Quartett, Helmut Eisel & JEM, das  Vocalensemble Rastatt, Singer Pur, die Singphoniker ...  In diese Fußstapfen tritt mit der Konzertsaison 2017 der  neue Arbeitskreis mit Claus Krüger (Leitung), Alena  Krüger-Rudolf, Eberhard Hager, Martin Jacobi, Anita  Hohnheiser-Mack, Ulrich Mack, Ines und Gerhard  Dürlich.  Das 50-jährige Bestehen der Abonnementsreihe  “Schlosskonzerte Kirchberg” wurde am 17. September  2017 mit dem Konzert des Tschechischen Nonetts  gefeiert. 
Am 24. September 2017 wurde im Sandelschen  Museum Kirchberg eine Sonderausstellung “50 Jahre  Schlosskonzerte” eröffnet, die noch bis zum 6. Januar  2018 zu sehen ist.   Von Grete und Dietrich Gonser wurde eine  Dokumentation der Konzertreihe zusammengestellt, die  mit alten Konzertplakaten, Konzertlisten, Autogrammen  und Portraits von Künstlern die Geschichte der  Schlosskonzerte und ihrer Vorläufer lebendig werden  lässt.  Bei der Ausstellungseröffnung ging es humorvoll und  optimistisch zu, wie die folgenden Bilder zeigen. 
Eberhard Hager, Ulrich Mack und Anita Hohnheiser-Mack (neuer Arbeitskreis Schlosskonzerte) Herbert Kastner (Leiter des Arbeitskreises 2006-2016) zieht eine Bilanz über 50 Jahre Schlosskonzerte.
Bürgermeister Stefan Ohr bedankt sich beim alten und neuen  Arbeitskreis Schlosskonzerte. 
Gruppenbild mit Dame: hinten Bürgermeister Ohr, Herbert  Kastner, Claus Krüger; vorne Dietrich und Grete Gonser, Martin Schimpf (jeweils von links nach rechts) 
Martin Schimpf referiert einige Anekdoten über Menschliches und Pannen mit Künstlern der Schlosskonzerte.
Ein gut gelauntes Publikum 
Hartmut Volk und Ralf Snurawa als Vertreter der Presse 50 Jahre Schlosskonzerte