Schlosskonzerte Kirchberg an der Jagst

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Das malerische Städtchen Kirchberg liegt auf einem  Bergsporn über einem alten Jagstübergang auf halbem  Wege zwischen den Reichsstädten Schwäbisch Hall  und Rothenburg. Es verdankt seinen Namen einer  kleinen Kirche, die Mitte des 10. Jahrhunderts auf dem  Bergrücken errichtet worden war. Im 13. Jahrhundert  baute hier Ritter Raben von der Sulz eine erste Burg mit   Kapelle. Er nannte sich fortan “von Kirchberg”.  1373 gab Kaiser Karl IV. in einer zu Eger ausgefertigten  Urkunde dem Grafen Krafft IV. zu Hohenlohe die  Erlaubnis, vor seiner Burg Kirchberg an der Jagst eine  Stadt zu bauen - mit Mauern, Pforten, Türmen und  anderen Befestigungen, mit einem Wochenmarkt und  eigenem Halsgericht.   1398 gelangt Kirchberg in den Besitz der Reichsstädte  Rothenburg, Dinkelsbühl und Hall. Ludwig Kasimir von  Hohenlohe kaufte die Burg 1562 zurück. Unter Kasimir  und seinen Söhnen wurde die mittelalterliche Burg zum  Renaissanceschloss umgestaltet.   Aus dieser Zeit stammen der Saalbau, der an der Stelle  der ersten Burg errichtet wurde, zwei Querbauten und   
Geschichte von Schloss und Stadt Kirchberg
Verbindungsgänge. Es enstand eine vierflügelige  Anlage, die zur Stadt hin mit Bastionen versehen war.   1650 gelangte Graf Joachim Albrecht von Hohenlohe in  den Besitz Kirchbergs und er machte das Schloss zu  seiner Residenz. 1675 kam Kirchberg wieder in den  Besitz Langenburgs, von 1699 bis 1861 war es Sitz der  Linie Hohenlohe-Kirchberg.   Leopoldo Retti plante unter Carl August von Hohenlohe  den Umbau zum Residenzschloss, der 1738 bis 1745  stattfand. Zum alten Gebäudebestand kamen der  Witwenbau, das Marstallgebäude, ein Brunnen- und ein  Wachhäuschen sowie der Schlossgraben samt Brücke,  Wappenstein, Neidkopf und Postenhäuschen hinzu. Um  den hinteren Hof gruppierten sich Wirtschaftsgebäude.  Im achteckigen Aufsatz des Wehrturms am Saalbau  befand sich einst das Kunst- und Raritätenkabinett. Der  vordere Quersaal enthielt einen Rokokosaal, der hintere  den sogenannten Rittersaal.   Seit 1779 überspannt eine Steinbogenbrücke mit Erkern  in fünf Jochen die Jagst.  
1861 starb die Linie Hohenlohe-Kirchberg aus und der  Besitz fiel an das Haus Hohenlohe-Neuenstein. Die  Originale der Deckengemälde des Rittersaals von  Joachim Georg Creutzfelder aus Pfedelbach befinden  sich, ebenso wie die Innenausstattung des Schlosses,  heute im Schloss Neuenstein. Seit 1979 zieren Kopien  dieser Gemälde die Decke des Rittersaals. Sie zeigen  Szenen des höfischen Lebens und der fürstlichen  Familie. Schloss Kirchberg wurde bis 1945 als Museum genutzt.  Ein Teil diente auch als Forsthaus. In den vorderen  Teilen der Anlage befand sich von 1914 bis 1964 die  reformpädagogische Schloss-Schule mit Internat.  Wegen des Erwerbs der gesamten Schlossanlage durch  die Evangelische Heimstiftung in den 60er Jahren bezog  die Schloss-Schule neue Gebäude auf der Windshöhe  in Kirchberg.   Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete der  Landesverband der Inneren Mission ein Alten- und  Pflegeheim für alte Flüchtlinge und Vertriebene ein. Seit   
1952 betrieb dann die Evangelische Heimstiftung im  Schloss ein Alten- und Pflegeheim. Dieses wird nun im  jüngsten Trakt, dem “Langen Bau”, der umfassend  renoviert und saniert wurde als “Fürst-Ludwig-Haus”  weitergeführt.   Der Haupttrakt des Schlosses stand zunächst leer und  wurde für Ateliers einer Künstlerkolonie genutzt. Im  September 2015 erwarb dann die gemeinnützige  Stiftung “Haus der Bauern” die Schlossanlage. 
Weitere Informationen erhalten Sie über folgende Links:   http://www.schloss-kirchberg.ev-heimstiftung.de/ über das Pflegeheim “Fürst-Ludwig-Haus”   http://schloss-kirchberg-jagst.com/ über das “interdisziplinäre Zentrum für Kultur und Bildung”  der gemeinnützigen Stiftung “Haus der Bauern”
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